Über mich
Warum ich über Vertrauen schreibe, statt über Erziehungsmethoden
Bevor ich dir erzähle, was ich beruflich mache, möchte ich dir erzählen, was ich selbst erlebt habe. Denn genau daraus ist Vertrauenshorizont entstanden.
Ich bin Mutter von drei Kindern. Alle drei kamen extrem früh zur Welt. Alle drei leben mit ADHS, mein Ältester zusätzlich mit Autismus. Sie waren nie die Kinder, die ins übliche Raster passten — und ich war nie die Mutter, die sich das Leben einfach machen konnte.
Wir hatten viele Kämpfe mit der Schule. Meine Tochter wurde gemobbt — und die Schule suchte die Ursache nicht beim Mobbing, sondern bei mir. Mit 16 erlebte sie einen Zusammenbruch. Es gab eine Zeit, in der ich nicht wusste, ob wir das schaffen.
Wir haben es geschafft.
Heute lebt meine Tochter selbständig, mit ihrem Hund und ihrer Katze, und baut sich Schritt für Schritt ihre Zukunft auf. Meine beiden Söhne wohnen noch bei mir — als vor einem Jahr das Haus in dem wir wohnten verkauft wurde und ein Umzug nötig war, war für sie klar: Wir suchen zusammen eine neue Wohnung. Wir leben heute als Wohngemeinschaft.
Was mich am meisten berührt: Es sind nicht nur meine eigenen Kinder, die mir vertrauen. Kürzlich bat mich ein junger Mann, ein Freund meines Sohnes, um ein persönliches Gespräch — jemand, der selbst grosse Probleme mit seinen eigenen Eltern hat. Ein anderer erzählte mir von der Frau, in die er sich verliebt hat. Die Freunde meiner Kinder fühlen sich bei uns zuhause willkommen und wertgeschätzt.
Das ist für mich der eigentliche Beweis: Vertrauen lässt sich aufbauen — auch nach Krisen, auch mit einem herausfordernden Start.
Woher mein Wissen kommt
Ich schreibe aber nicht nur aus eigener Erfahrung. Ich habe einem Master in Erziehungswissenschaften (Université Paris 8) und arbeite seit über 25 Jahren mit Kindern, Jugendlichen und Familien in herausfordernden Lebenslagen — unter anderem in der sozialpädagogischen Familienbegleitung, in der Begleitung von Jugendlichen in Krisensituationen, und bis vor kurzem in der intensiven 2:1-Betreuung eines autistischen Mädchens.
Ich bin ausserdem ausgebildete Coach (ILP – Integrierte Lösungsorientierte Psychologie & Persönlichkeitsentwicklung) und seit vielen Jahren in der kirchlichen und sozialen Arbeit engagiert — unter anderem als Kirchgemeinderätin und als Rechtsberaterin im Bundeszentrum für Asylsuchende auf dem Glaubenberg bei der Caritas Schweiz.
Fachwissen und eigene Erfahrung gehören für mich zusammen. Das eine allein hätte mir nicht gereicht.
Warum Vertrauenshorizont
Ich glaube, dass jede Mutter eines Teenagers — egal wie angespannt es gerade ist — eine vertrauensvolle Beziehung zu ihrem Kind aufbauen kann. Nicht durch Perfektion. Nicht durch die eine richtige Methode. Sondern durch einen veränderten Blick, durch kleine, konsequente Schritte — und durch die Gewissheit, dass du auf diesem Weg nicht allein bist.
Genau das möchte ich dir mit Vertrauenshorizont mitgeben.
„Vertrauen beginnt bei dir.“